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Was ist Tuberkulose?

Tuberkulose (kurz TBC) ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die am häufigsten die Lungen befällt. Sie führt die weltweite Statistik der tödlichen Infektionskrankheiten an (laut Schätzungen der WHO ca. 1,8 Millionen Tote pro Jahr). Bei uns wird sie heute am häufigsten durch das Mycobacterium tuberculosis verursacht. Die Anzahl der Neuinfektionen pro Jahr in Mitteleuropa war zumindest bis einschließlich 2016 rückläufig.

 

Wie erfolgt die Ansteckung?

Die Ansteckung erfolgt meist durch Einatmen infektiöser Tröpfen (Tröpfcheninfektion). Die Ansteckungswahrscheinlichkeit ist dabei einerseits vom eigenen Immunsystem, andererseits von der Anzahl der eingeatmeten Bakterien abhängig. Die Ansteckungsgefahr ist also bei engem Kontakt in geschlossenen Räumen sowie bei immunschwachen Personen eher hoch, bei flüchtigem Kontakt geringer. Bei erfolgter Ansteckung ist das Risiko, an Tuberkulose zu erkranken jedoch lediglich 5 - 10%, das heißt, mit Tuberkulose angesteckte Personen sind nicht krank, sie können daher die Ansteckung nicht weitergeben.

Wie kann man sich vor Tuberkulose schützen?

Gute Raumbelüftung ist der beste Schutz. Die erfolgte Ansteckung lässt sich frühestens 10 Wochen nach Kontakt mittels Mendel-Mandoux-Test bzw. mittels eines Blutests (IGRA) nachweisen. Um das Risiko einer Weiterverbreitung der Tuberkulose gering zu halten, unterliegen die Kranken und deren Kontaktpersonen der öffentlichen Betreuung nach dem Tuberkulosegesetz. Der behandelnde Arzt ist verpflichtet, die Erkrankung dem öffentlichen Gesundheitsdienst zu melden. Dieser ermittelt die Kontaktpersonen und versucht festzustellen, wo die Ansteckungsquelle liegt und ob weitere Personen infiziert wurden. Außerdem überwacht die TBC-Vorsorge den Kranken, da eine Behandlungspflicht besteht. Die Behandlungskosten aller Patienten werden zur Gänze vom Bund übernommen.

Wie erfolgt die Behandlung?

Zur Behandlung werden spezielle Antibiotika in einer Kombinationstherapie (um Resistenzentwicklung vorzubeugen) eingesetzt. Im einfachsten Fall wird nach einer ca. zweimonatigen Behandlung mit 4 Medikamenten eine zumindest viermonatige Behandlung mit 2 - 3 Medikamenten durchgeführt. In seltenen Fällen kann eine Behandlung jedoch auch länger erforderlich sein.

Kann man sich gegen TBC impfen lassen?

Prinzipiell existiert ein Impfstoff (BCG-Impfung), der jedoch nicht generell die Ansteckung verhindert, sondern nur einen Schutz von Kindern vor schweren Generalisationsformen der Tuberkulose darstellt. Für Erwachsene konnte eine Schutzwirkung bisher nicht nachgewiesen werden. Da die Ansteckungsgefahr in Mitteleuropa weiterhin sehr, sehr gering ist, kein ausreichender Impfschutz vorhanden ist und bei erfolgter Impfung ein Nachweis der Ansteckung durch den Mendel-Mandoux-Test nur mehr eingeschränkt möglich ist, wird eine generelle Impfung (wie sie in Österreich bis 1990 bei allen Neugeborenen durchgeführt wurde) nicht empfohlen und auch nicht mehr durchgeführt. Für Kleinkinder, die in Hochrisikogebiete reisen, kann im Einzelfall eine Indikation zur Impfung gestellt. Hierzu wenden sie sich bitte an die MA 15 / Tuberkulosevorsorge.


Wenn Sie Fragen zur Tuberkulose haben, wenden Sie sich an uns, einen Lungenfacharzt in Ihrer Nähe oder Ihren praktischen Arzt.